Die TripleAltTour

Yo, für 2022 habe ich ein großes Ziel! 

Ich werde die drei größten Radrennen der Welt, den Giro d’Italia, die Tour de France und die Vuelta a España, fahren.

Das spannende am Projekt? Ich fahre ohne Unterstützung die gesamte Strecke der jeweiligen Grand Tour inklusive der Transferstrecken.

Das hat vor mir noch niemand versucht. Es ist mein persönlicher Kampf gegen die Uhr; ich möchte die Strecke in schnellstmöglicher Zeit bestreiten.

Ich freue mich auf diese besondere Reise durch insgesamt zehn europäische Länder! Meine Aktivität wird über einen Tracking-Dienst abrufbar sein, sodass ihr mich jederzeit, Tag oder Nacht, verfolgen und begleiten könnt. 

Los geht es für mich am 26. April 2022 mit dem Giro d’Italia, der dieses Jahr in Budapest startet. Die offizielle Strecke des Rennens von Budapest nach Verona umfasst über 21 Etappen, 3.410 Kilometer und ca. 51.000 Höhenmeter. Dazu kommen die Ruhetage, an denen die Profis pausieren (3 Ruhetage beim Giro d’Italia). Ich werde keine Ruhetage einlegen, sondern die Strecke durchfahren. So habe ich etwas mehr Zeit für die gesamte Rundfahrt, als die Profis und kann alle drei Grand Tours ungefähr zeitgleich mit dem Profi-Peloton beenden. Nach den drei ungarischen Auftaktetappen werde ich über Slowenien nach Italien fahren, wo es auf Sizilien rund um den Ätna mit der 4. Etappe weitergeht.

Wenn dann Ende Mai der Giro abgeschlossen ist, werde ich mich bereits Richtung Tour de France orientieren. Die 109. Ausgabe der Tour de France startet dieses Jahr in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen am 01. Juli. Nach den Auftaktetappen in Dänemark geht es am 04.07. bereits in Nordfrankreich weiter, wo nach Etappe 4 (Dünkirchen nach Calais) bereits elf Kopfsteinpflaster Abschnitte auf mich warten. Mit den supersteilen Passagen (> 20 %) der La Planche des Belles Filles warten anschließend in den Vogesen auch direkt die ersten ernstzunehmenden Höhenmeter der diesjährigen Tour de France auf mich.

Die zweite Tour-Woche geht durch die Alpen. Hier werde ich unter anderem den Galibier, den Col de Granon, die Alpe d’Huez (kenne ich bislang nur als Alpe du Zwift) und den Croix de Fer bezwingen. Die Etappe vor dem letzten Ruhetag endet dann in Carcassonne.

In der abschließenden Tour-Woche geht es in die Pyrenäen. Es stehen drei weitere schwere Bergetappen auf dem Programm. Hier gilt es, Hourquette d’Ancizan und Col de Val Louron-Azet, sowie die Bergankunft in Hautacam und die Mur de Peguere hinaufzuklettern.Mit dem welligen Zeitfahren (Etappe 20) werden die Pyrenäen verlassen und am Schlusstag steht klassisch das Sprintfinale auf der Avenue des Champs Élysées an. So werde ich nach 3.328 offiziellen Kilometern die Tour de France beenden und meinen Blick Richtung Vuelta richten.

Die Vuelta a Espana startet im niederländischen Utrecht. Es geht über drei Etappen durch insgesamt 34 niederländische Gemeinden. Für die Profis steht zum Auftakt ein 23 Kilometer langes Teamzeitfahren an. Auf Etappe zwei und drei geht es über ’s-Hertogenbosch, Utrecht und Nordbrabant nach Breda. 

Der gesamte Parcours, typisch Vuelta, ist sehr anspruchsvoll und der spanische Teil startet, nach dem ersten Ruhetag, in Nordspanien.

Am 5. Renntag wird bereits ordentlich geklettert und auch Etappe 6 und 7 sind bergig. Es geht unter anderem nach Ascensión al Pico Jano, ein schwerer Anstieg der 1. Kategorie. 

Die zweite Woche wird für alle eine Schlüsselwoche, hier gilt es, gut durchzukommen und möglichst viele Körner zu sparen. Insbesondere das Finale der zweiten Rennwoche hat es in sich. Auf Etappe 15 geht es beispielsweise in die Sierra Nevada, die unter anderem die Bora-hansgrohe Jungs oder Kristian Blummenfelt mehr als gut durch ihre Höhentrainingslager kennen. Es warten also einige Passagen deutlich oberhalb der 2000 Meter auf mich.

Nach der flachen 16. Etappe zum Beginn der Abschlusswoche, wird eine vuelta-typische finale Woche serviert. 

Es wird geklettert, geklettert und nochmal geklettert. Etappe 17 bis 20 sind allesamt sehr bergig und sind mit einigen steilen Rampen absolut schlusswochenwürdig. Nach der 176 Kilometer langen Etappe nach Puerto de Navacerrada geht es abschließend flach nach Madrid. Denn wie Andy Möller bereits 1992 sagte: „Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien!“ werde ich so, nach all den Wochen im Sattel, mein Projekt „Triple Alt Tour“ feierlich beenden und die Korken knallen lassen.

Alle drei Radrennen zusammen umfassen normalerweise eine Gesamtstrecke von ca. 10.500 Kilometer. Das ist die Strecke, die die Profis innerhalb von etwas mehr als neun Wochen fahren.

Mit allen Transferstrecken, zwischen Zielort und dem nächsten Startort, werden so aus 10.500 für mich ca. 22.000 Kilometer. 

Ich hab‘ mega Bock und freue mich über eure Unterstützung und Begleitung!